Babyblues versus Wochenbettdepression
Dass kurz nach einer Geburt die Hormone und Emotionen Achterbahn fahren, ist in gewisser Hinsicht normal. Du wirst in einen neuen Lebensabschnitt katapultiert – das ist überwältigend. Im Wochenbett fließen deshalb nicht nur Schweiß, Milch und Blut, sondern auch die Tränen. Der Hormonabfall wird bei vielen Frauen vom „Babyblues“ begleitet. Einige Tage bist du sehr reizbar, empfindlich, emotional, vielleicht traurig – das kann in mildem Ausmaß normal sein, und verschwindet ganz von selbst wieder.
Bei manchen Frauen kann sich allerdings auch eine psychische Erkrankung entwickeln, die man als „Wochenbettdepression“ bezeichnet. Diese äußert sich durch starke Ängste und Selbstzweifel, ein Gefühl der inneren Leere und oft auch der fehlenden Liebe für das Baby.
Was kannst du selbst tun?
Solltest du diese Symptome bei dir über einen längeren Zeitraum feststellen, hole dir bitte Hilfe. Sprich mit deiner Frauenärztin oder Hebamme darüber, informiere dich bei Anlaufstellen wie „Schatten und Licht e. V.“, „Bei aller Liebe e. V.“, der „Stiftung Deutsche Depressionshilfe“ oder auch dem deutschen Hebammenverband. Sie alle sind darauf spezialisiert, dir aus dieser Krise herauszuhelfen.
Solltest du gar Suizidgedanken haben, ruf die 112 an, begib dich in eine psychiatrische Klinik oder ruf die Telefonseelsorge an (0800/1110111 und 0800/1110222). Diese erreichst du inzwischen auch online per Chat.
Wichtig zu wissen: Körper und Geist hängen immer miteinander zusammen. Wochenbettdepressionen können auch mit Mikronährstoffmängel zusammenhängen. Natürlich sind Wochenbettdepressionen multifaktoriell, aber ein großes Problem ist der gravierende Omega-3-Mangel, da die Mutter während der Schwangerschaft und Stillzeit komplett leer gesaugt wird, wenn sie nicht ausreichend substituiert. Suche dir daher nicht nur psychische Unterstützung, sondern checke unbedingt auch deine Mikronährstoffe bei einem dafür qualifizierten Therapeuten.
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